Was ich unter einer gesunden „Fuck off – Einstellung“ verstehe.

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Immer wieder fällt mir auf, dass viele Menschen keine gesunde „Fuck off – Einstellung“ pflegen.
Ich meine nicht diese, bei der man sich denkt „ich hab kein Bock mehr, ich schmeiß alles hin.“
Ich meine diese Leichtigkeit, zu sagen: „Ich sitze hier in meiner riesen großen Seifenblase und der ganze Mist, den andere über mich denken, prallt einfach an mir ab.“

Oh ja… Diese Einstellung empfinde ich als absolut lebensnotwendig. Viel zu oft machen wir uns Gedanken darüber, was andere von uns halten. Was sie von dem halten was wir tun und welchen Eindruck wir hinterlassen. Wir verstellen uns folglich um anderen zu gefallen anstatt uns darum zu kümmern, wer wir wirklich sind und für was wir stehen.

Zugegeben, habe auch ich sehr oft damit zu kämpfen. Nicht ständig darauf zu achten, was andere von mir denken könnten fällt mir selbst sogar ziemlich schwer. Ich kann es nicht ausstehen, wenn jemand voreilige Schlüsse zieht, ohne einen Menschen richtig kennengelernt zu haben. Ich gehöre absolut nicht zu dieser Art Mensch.

Ich erinnere mich immer wieder mit Hilfe von Blogs, Büchern oder Zeitschriften daran, dass es viel schöner ist zu mir zu stehen und einfach ich zu sein, egal was andere denken. Menschen, die ihre Schwächen zeigen sind mir persönlich sogar die liebsten. Ich liebe Menschen mit Eigenheiten, ehrliche Menschen, die sich nicht verstellen oder sich an ihre Umgebung anpassen und sich treu bleiben.
Persönlichkeiten, die zu ihren Ecken und Kanten stehen sind viel interessanter, sie inspirieren mich und machen mich glücklich.

Jetzt aber mal ganz ehrlich, das Streben nach Perfektion macht dich selbst doch total kaputt. Du enttäuschst dich selbst immer wieder, weil eben nicht alles perfekt läuft. Es kann garnicht alles perfekt laufen. Gibt es perfekt überhaupt?

Wie langweilig wäre es denn, eine perfekte Freundin oder einen perfekten Freund zu haben. Perfekt ist langweilig! Findest du nicht? Es sind die Schwächen, die sympathisch machen. Die Dinge, die dich als Individuum ausmachen. Deine Eigenheiten und deine Ecken und Kanten.

Warum also nicht einfach darauf scheißen, was andere denken? Warum also nicht das tun, was du für richtig hältst auch wenn es in anderen Augen falsch ist? Wieso solltest du manche Dinge also nicht einfach überhören und dir denken „Fuck off“ ich mach das jetzt trotzdem?
Meistens müssen wir uns ansonsten doch eh nur unnötig aufregen, unzählige unnötige Gedanken dafür verschwenden und das raubt uns Kraft und Zeit, die wir in die schönen Dinge des Leben investieren könnten.

Sei mutig, du selbst zu sein. Sei mutig und stehe zu deinen Schwächen. Sei mutig und akzeptiere sie sogar. Pflege eine gesunde „Fuck off – Einstellung“ und kümmer dich lieber um die Dinge, die dich weiterbringen.


 

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6 Kommentare

  1. Super guter Text, der einen sofort beim lesen fesselt, weil man einfach so oft in einer Situation ist in der man diese Einstellung bräuchte und es einfach nicht tut. Es animiert, motiviert und inspiriert auf eine ganz besondere Art, eine solche Einstellung einfach mal in die Tat umzusetzen. Du als Verfasser sprichst genau das aus was jeder denkt bzw denken sollte! Weiter so gefällt mir richtig gut !

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  2. Ich denke genauso, aber mir fällt es auch immer wieder so schwer die richtige „Fuck Off Einstellung“ umzusetzen und reg mich dann doch wieder auf… was dann nur wieder dazu führt dass ich mich über mich selbst noch mehr aufrege weil ich so Kleinigkeiten so nah an mich ran lass…
    du beschreibst das echt gut in deinem Text! Hat mich gleich wieder zum nachdenken angeregt und mich wieder daran erinnert positiver und gelassener zu denken 🙂

  3. Ich bin gerade auf diesen Artikel gestoßen, weil ich mich auch immer wieder daran erinnern muss, eine gesunde Fuckoff-Haltung zu bewahren. Heute treibt mich der Gedanke in den Wahnsinn, warum mir ein Typ, den ich kennengelernt habe, nicht zurückschreibt. Eigentlich wollten wir uns heute treffen, hatten aber noch keine Uhrzeit ausgemacht und er schreibt einfach nicht zurück. Aber anstatt zu denken „Fuck off, er wird seine Gründe haben. Dann chille ich einfach und mache was anderes.“ Denke ich, was ich beim ersten Treffen falsch gemacht haben könnte und suche die Fehler wieder bei mir.
    Da rege ich mich einfach nur über mich selber auf. Und ein bisschen über ihn.
    Wie sehr andere Menschen einen doch mit ihrem Handeln oder Nicht-handeln beeinflussen.

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